Die IHK muß stärker kontrollieren!


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Dieses Thema enthält 24 Antworten und 10 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Francis vor 5 Jahre, 8 Monate.

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  • #118635

    Hodata
    Teilnehmer
    Borges wrote:
    Quote:
    Die tauschen Azubis untereinander aus.

    Wir decken zur Zeit noch alles über zusätzliche Lehrgänge ab. Das ist leider der Geheimhaltungsstufe in einem RZ geschuldet. Normalerweise könnten die Azubis auch bei den Admins mitlaufen. Aber unser Netz ist geschützt und daher …

    Ich versuche jetzt einen Tausch mit anderen Betrieben zu organisieren. Wir haben Großrechner und Kuvertierung zu bieten und andere haben einen Verkauf. Mal sehen, ob ich Partner finde. Ansonsten haben wir eine „Spielwiese“ mit beachtlicher Ausstattung eingerichtet. Da werden dann von allen Lehrjahren größere Projekte simuliert.

    Aber um nochmal auf das Thema zu verweisen, die IHK hat damit nichts zu tun. Sie bewerten nur die Abschlußprojekte und Präsentationen. Oft wissen sie nicht einmal, von was der Prüfling spricht.

    Deshalb würden wir die Bewertung gern zu einem höheren Grad selbst erstellen, denn eine Ausbildung der Prüfer ist wohl nicht unsere Aufgabe.

    #118643

    terminator_888
    Teilnehmer
    Thomas wrote:
    Was müssen die „Krauter“ dafür bezahlen? Darfst Du da ne Größenordnung sagen?

    Also unsere Angebote, die wir eingeholt haben, waren von 750 Euro pro Woche bis 1500 Euro pro Woche.
    Wir machen das auch so, dass wir unsere Azubis wochenweise zu Schulungen schicken, die Großunternehmen ihren Azubis ausrichten. Wir erhalten zu Beginn des Ausbildungsjahres den Plan und bestellen dann, was wir haben möchten.

    #118632

    Thomas
    Keymaster

    Also, ich bezeichne meine Firma jetzt mal als „Krauter“ 😉 Wir haben nur 3 Azubis und sind unter 20 Mitarbeiter…

    Wir schaffen es aber recht gut, ALLE geforderten Kenntnisse das Ausbildungsrahmenplans mit eigenen Mitteln zu vermitteln.

    Bei Fragen fragen!

    #118634

    Hodata
    Teilnehmer

    @thomas

    das ist der Unterschied! Ein Rechenzentrum sollte doch der Traum eines Azubis sein, aber da gibt es wesentliche Hinternisse

    – Geheimhaltung
    – Automatisierung (Softwareverteilung bis hin zum Server)
    – Massendatenverarbeitung ~> Datenschutz
    – IT-Produktion mit Drucksaal und Kuvertierung

    Ich bekomme nicht alles aus eigenen Mitteln an die Azubis vermittelt. Deshalb sind wir in einem Ausbildungsverbund und nutzen die Lehrgänge der anderen. Geplant ist nun eine Intensivierung, also z. B. eine Woche in unseren Hardwarewerkstätten, dafür gehen meine in den Verkauf der Firmen.

    Aber unterm Strich stehen unsere Azubis wohl nicht schlecht da, sie kosten eben nur etwas mehr.

    #118627

    Thomas
    Keymaster
    Hodata wrote:
    @thomas

    das ist der Unterschied! Ein Rechenzentrum sollte doch der Traum eines Azubis sein, aber da gibt es wesentliche Hinternisse

    => Stimmt!

    Bei Fragen fragen!

    #118647

    Lucia
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,

    ich bin beim Stöbern im Forum auf diesen Thread gestoßen und sehe, er ist von 2004!
    Ich bin gerade im dritten Ausbildungsjahr zum FIAE und habe in der gesamten Zeit nichts gelernt. Die Berufsschule ist an FISIs orientiert. Die motiveriten Lehrer sind in der Minderheit und unterrichten Fächer, in denen ich mit vorbildung hereingehe. Die Vorbildung ist allerdings nicht so groß, daß ich die Ausbildung (anfangs) für überflüssig gehalten hätte. In anderen Fächern halten die Lehrer zwei Stunden Unterricht, sind dann verhindert, reichen 20 Kopien rein und schreiben eine Schulaufgabe darüber, die dann notengebend ist. Und irgendwann wird es eine Abschlußprüfung durch eine IHK geben, die davon ausgeht, daß dieser Stoff vermittelt wurde.
    Meinen Ausbildungsbetrieb habe ich nach dem zweiten Jahr gewechselt, weil im Betrieb absolut null Wissenstransfer stattfand. Da müßte ich mich schon selbst drum kümmern, man sei schließlich im Mittelstand und hätte zum Ausbilden natürlich keine Zeit. Überhaupt sollte ich doch als Azubi etwas mehr Respekt haben. Von mir geschriebene Konzeote wurden vom „Ausbilder“, einem Diplominformatiker, als von ihm stammend weitergegeben. Nachdem ich angefangen hatte, nach Ausbildung zu fragen, wurde von mir als einziger in der Abteilung Einhaltung der Kernzeiten gefordert, notwendige Informationen wurden nicht weiterkommuniziert, ein dreiwöchiger Urlaub im Anschluß an eine Berufsschulwoche wird einem Azubi gewährt, einem anderen nach einer mündlichen Zusage plötzlich nicht mehr mit der Begründung, das wären ja 4 Wochen am Stück.
    Ich stehe also nach drei Jahren da, habe 14 Kilo abgenommen und ein Blatt Papier in der Hand, das nicht einmal zum Abwischen taugt, und eine IHK kennt diese Zustände und macht… nichts. Der Geschäftsführer meiner alten Firma läßt sich zitieren, man habe soziale und gesellschaftliche Verantwortung und kümmere sich um die Ausbildung junger Menschen.
    Und wenn ich mir anschaue, wen oder was eine IHK eigentlich repräsentiert, nämlich die Unternehmen einer Region, dann ist mir auch lar, warum den Betrieben niemand auf die Finger haut. Sie wären ja auch schön blöd. Gibt es eigentlich irgendeine rechtliche Handhabe, die IHK wieder an ihre Aufsichtspflicht zu bringen?

    #118648

    Renato
    Teilnehmer

    Hi Lucia, mir geht es da nicht ganz anders: Bin in einer Umschlung stehe im august vor einem 9Monatigen Praktikum mit einem Monat Unterbrechung für die Prüfungsvorbereitungen. Den bisher vermittelten Stoff empfinde ich mittlerweile als „recht dürftig“ Zum Glück sehen das andere Leute im Kurs ebenso.

    Schön ist auch der Spruch: “ Sie brauchen kein Wissen, hier wird Ihnen alles notwendige für die Prüfung beigebracht.“ den mir die Geschäfleitung gesagt hat, beim ich nenns mal Vorstellungsspräch.

    Ich nutzte jetzt meine freie Zeit sinnvoller, und bereite mich auf meine Abschlussprüfung vor, die erst im Sommer 2012 stattfindet.

    #118646

    SaJu
    Teilnehmer

    Wenn man mit der Ausbildung unzufrieden ist, muss man sich eben an die IHK wenden. Wenn niemand etwas macht, passiert natürlich nichts.
    Im Kummerkasten habe ich mich letztes Jahr auch gemeldet. Mein Ausbildungsbeauftragter weigerte sich mich auszubilden. Ich war bei der IHK. Der Berater hat gesagt, dass es selten ist, dass Azubis vor der Zwischenprüfung sich schon Sorgen machen. Vielen fällt es erst kurz vor der Abschlussprüfung auf, dass sie nichts gelernt haben.
    Als der Brief von der IHK ins Haus flatterte, der an den Ausbilder (Geschäftsführer) gerichtet war und drin stand, dass der Betrieb seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen würde, war dieser natürlich geschockt. Es gab dann ein Gespräch. Der Ausbildungsbeauftragte bekam eins auf den Deckel und wurde „gezwungen“ mich weiter auszubilden.
    Ich war gerade dabei mich weg zu bewerben. Dann gab es noch ein Gespräch im Februar mit der IHK in der Firma. Ich wurde verpflichtet dort zu bleiben, weil ich nicht gefeuert wurde. Meine virtuelle Arbeitsumgebung sollte für das 2.Jahr ausreichen. Bei BMW lernen die Technik-Azubis auch nur an virtuellen Autos.
    Das Arbeitsklima hat sich zwar gebessert, aber an Aufgaben gab es nur: patchen, Arbeitsplätze einrichten, Formulare + Workflows für Firmennetzwerk erstellen, Client-Installation inkl. Software und manchmal Hilfestellung für Mitarbeiter
    Vor dem letzten Schulblock durfte ich eine alte USV ausprobieren. Ans Firmen-Netzwerk darf ich nicht. Übernächste Woche habe ich meinen nächsten Termin bei der IHK. Dort soll ich berichten, wie sich alles entwickelt hat und ob ich jetzt zufrieden bin. Ich bin am überlegen, was ich sage.:confused:
    Schließlich will ich keinen Krieg verursachen und der letzte Brief war für die Firma schon hart. Es geht aber um meine Zukunft.
    Meine Noten in der Schule sind gut, aber im Vergleich zu den Mitschülern hatte ich noch nie einen Router in der Hand. Über die Lehrer bekam ich den Cisco PacketTracer, womit ich übe. Vom Ausbildungsbeauftragten bekam ich nur die Frage gestellt, ob wir inzwischen in der Schule Router und Switches konfiguriert haben. Ich wunderte mich und sagte: „Nein!“
    Normalerweise ist doch der Betrieb für die Praxisvermittlung da und nicht die Schule. Das werde ich dem Berater von der IHK erzählen.

    Es gibt auch IHKs, die sich um die Azubis kümmern, sobald diese auch den Mund aufmachen. Die Meisten haben aber zu viel Angst den Ausbildungsplatz zu verlieren. Die ausbildungsfremden Tätigkeiten sind weggefallen, weil die IHK jetzt dem Betrieb auf die Finger schaut. Das Papier schreddert jetzt der Chef selbst und ich habe ein paar fachbezogenere Aufgaben, auch wenn ich am Ende damit nicht viel anfangen können werde.
    Die Praxis bringe ich mir jetzt zuhause selber bei und mal sehen, was übernächste Woche passiert, wenn ich bei der IHK war.

    #118649

    MamiMembi
    Teilnehmer

    Wenn dein Betrieb dir nicht das praktische Wissen vermitteln kann – wie wärs wenn du mal mit deinem Ausbilder / Chef redest ob du nicht den ein oder anderen Lehrgang besuchen darfst?
    Oder ob man dir nicht wenigstens bestimmte Fachbücher deiner Wahl fürs Selbststudium stellen kann.

    Ansonsten bleiben dir nur zwei Möglichkeiten: wieder zur IHK und ein schlechtes Betriebsklima riskieren oder aber versuchen sich das beizubiegen was dich interessiert.

    Btw., zum Thema „Switch konfigurieren“ kann ich dir ggf. weiterhelfen. Wobei ich speziell von Cisco nicht sooo den Plan habe; arbeite mit HP ProCurve Switchen. Bei Interesse schick mir einfach eine PM.

    #118650

    Francis
    Teilnehmer

    Ja da habt ihr recht die lässt alles etwas schleifen die liebe IHK.
    Aber wir können ja froh sein,dass es sowas gibt.

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