Die IHK muß stärker kontrollieren!


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  • #108624
    Thomas
    Keymaster

    So, jetzt lass ich mal Dampf ab…

    Ich hab schon mehrfach in diversen Foren gelesen, und von meine Azubis in Gesprächen erfahren, wie schlecht z.T. ausgebildet wird. Ich frag mich ehrlich, was die Ausfgabe eines Ausbildungsberaters ist (auch wenn ich das in der Theorie für die AEVO gelernt habe).

    Ist doch klar, dass eine Azubi denen nicht bescheid sagt, wenn was nicht stimmt! Daher bin ich der Meinung, dass die IHK vermehrt unangekündigt in den Betrieben auftauchen sollte. Dann können sie mal sehen, wie toll eine Ausbildung sein kann!

    Hallo IHK? Jemand da?

    Man, was für ein verein. Ich hatte mal alle IHKs angeschrieben, und sie auf das Forum aufmerksam gemacht – Ergebnis: nix, null,nada!

    Wäre schön wenn jetzt ein praktizierender Ausbildungsberater hier wäre…

    Kennt jemand einen?

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    #118633
    Angela
    Moderator

    Tja, mehr Kontrolle könnte mancherorts tatsächlich wohl nicht schaden.
    Ich persönlich hatte mit der für uns zuständigen IHK noch nie Ärger, zu tun hab ich aber fast ausschließlich mit dem Prüfungsbeauftragten. Wüsste nicht mal, wie unser zuständiger Ausbildungsberater heißt. 😳

    Andererseits frage ich mich, was kann durch einen unangekündigten Kontrollbesuch ermittelt werden? So lange die Azubis zu dem Zeitpunkt nicht grad im Keller eingesperrt sind oder so, wird niemand auf kurze Zeit feststellen können, ob ein Betrieb vernünftig ausbildet.

    Das Problem ist ja häufig (wie man in den einschlägigen Foren mitbekommt), dass die geforderten Fertigkeiten und Kenntnisse nicht oder nur ungenügend vermittelt werden. Und das sieht kein Ausbildungsberater bei einem kurzen Kontrollbesuch.

    #118645
    terminator_888
    Teilnehmer

    Hat denn die IHK überhaupt Interesse, da etwas zu überprüfen?

    Die IHK ist das Organ der Betriebe und hat Interesse daran, so viele Azubis wie möglich in den Betrieben unterzubringen. Die Ausbildungsplatzabgabe droht.
    Da passiert nichts, weil denen lieber ist, einen Azubi in einer schlechten Ausbildung, als den Jugendlichen auf der Strasse.

    #118631
    Thomas
    Keymaster

    Ja! Und genau das glaub ich auch! Aber wie fatal ist das? Gut, die Jugendlichen/jungen Erwachsenen haben 3 Jahre etwas zu tun – aber dann?

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Firmen, die ich meine ihre Azbus übernimmt. Wenn sich der feritge Azubi dann auf eine mühevoll gefundene offene Stelle bewirbt , dann bekommt man dich das kalte Kotzen…

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    #118639
    Hodata
    Teilnehmer

    IHK? nie gesehen, gibts die noch?

    Ich brauche auch keinen Berater, ich bilde seit 82 aus. Ich fühle mich selbst an der Ehre gekratzt, wenn die Ausbildung keine qualifizierten Jungfacharbeiter hervor bringt.

    Kontrolle wäre echt gut, aber nicht als neunmalkluge IHK, sondern um schwarze Schafe zu finden. Ich glaube auch, es geht um billige Arbeitskräfte für die Firmen und verdeckte Arbeitslosigkeit für die Regierung.

    Meine Meinung: IHK abschaffen, weil unnütz.

    Prüfungen können die größeren Betriebe auch selbst durchführen und dann meist mit fachlich besseren Leuten, auch für die kleinen mit…

    #118630
    Thomas
    Keymaster

    Uiui Ho… Wenn das einer von der IHK ließt 😉

    Tja, also eher eine andere Organisation, die die Durchführung der Ausbildung kontrolliert? Könnt ich auch mit leben… Wichtig ist, DAS kontrolliert werden muss, find ich.

    Bei Fragen fragen!

    #118638
    Hodata
    Teilnehmer

    Wir haben Ministerien dafür, was machen die denn?

    Früher gab es auch mal einen Lehrplan für jeden Beruf. Gib mal heute einen Ausbildungsrahmenplan an einen kleinen Krauter mit 2 Gesellen, der liest da nur Bahnhof. Nein, es ist nicht nur die mangelnde Beratung der IHK, das ganze Berufsbildungssystem läuft lahm.

    #118637
    Hodata
    Teilnehmer

    Aber leider ist eben keiner von der IHK oder aus einem Bildungsreferat hier online. Kritik möchte man eben nicht hören, erst recht nicht darüber diskutieren.

    Schade!

    #118644
    terminator_888
    Teilnehmer
    Thomas wrote:
    Wenn sich der feritge Azubi dann auf eine mühevoll gefundene offene Stelle bewirbt , dann bekommt man dich das kalte Kotzen…

    Dafür gibt es verschieden Möglichkeiten, die dann in Umschulungsmassnahmen zu stecken. Und durch verschiedene ABM-Massnahmen können die auch über den 2. Bildungsweg z.B. studieren.
    Das ist ein reiner Verschiebebahnhof.
    Ich arbeite ehrenamtlich an Hauptschulen und unterstütze die bei Schülerunternehmen.
    Da gibt es so viele Kinder, die keine Lehrstelle bekommen und dann in Sondermassnahmen kommen, an irgendwelchen Berufsvorbereitungsschulen und ähnliches. Aber dass man die Kinder darauf vorbereitet, wie man eine Ausbildungsstelle bekommt, das macht keiner. Und bei uns war es nicht so, dass ich mir Azubis aus den Besten aussuchen konnte. So viele gute Bewerbungen waren nicht dabei. Ich weiss nicht, ob das bei Euch auch so ist, aber ich habe nicht das Gefühl, dass noch nicht mal die Guten nichts bekommen.

    #118642
    Borges
    Teilnehmer
    Quote:
    Gib mal heute einen Ausbildungsrahmenplan an einen kleinen Krauter mit 2 Gesellen

    Ja, sehe ich genauso. Daher haben manche im politischen Bereich die Absicht, „Ausbildungsberufe-light“ einzuführen. Ob das die Lösung ist?

    Ich tendiere manchmal auch zu einer hier vielleicht etwas ketzerischen Ansicht: machen Ausbildungsrahmenpläne Sinn, deren Inhalte KEIN Unternehmen vollständig umsetzen kann? Und bei denen die Ausbildungsbetriebe vom 2-Mann-Krauter für Webseiten auf PHP-Basis bis hin zum Rechenzentrum mit Hosts und verwaltetem Datenbestand im Terrabyte-Bereich gehen.
    Vielleicht vereinfache ich etwas, aber eine Mauer ist eine Mauer, egal welche Baufirma. Oder Buchführungsregeln, die gelten in jedem Betrieb. Aber ist es nicht ein Unterschied, ob ein Apache/Linux/MySQL-Server installiert und ein paar Seiten geschrieben werden, oder ob Hochverfügbarkeitslösungen mit weltweitem Zugriff gepflegt werden müssen?!

    #118636
    Hodata
    Teilnehmer

    Ja und nimmt eigentlich nicht ein Betrieb Azubis um den eigenen Nachwuchs auszubilden? Braucht man da nicht nur noch einen Mindestlehrplan, in dem steht, was vermittelt werden muß. Welche Rolle spielt dabei die BS? Fachlich hinken sie doch heute der Ausbildung im Betrieb meilenweit hinterher. Gehört da nicht nur der WISO – Teil hin? …und die fachliche Theorieausbildung in den Betrieb? Krauter bekommen Fachlehrgänge gesponsert oder die großen Betriebe füllen ihre Lehrgänge mit den Azu´s der Krauter auf. Da hätte doch die IHK eine richtige Aufgabe!

    #118641
    Borges
    Teilnehmer
    Quote:
    Krauter bekommen Fachlehrgänge gesponsert oder die großen Betriebe füllen ihre Lehrgänge mit den Azu´s der Krauter auf.

    Genau so wird es hier überall gemacht. Aber nicht, weil die Berufsschule so schlecht ist, sondern weil kein Betrieb alles das vermitteln kann, was in den Ausbildungsrahmenplänen steht.

    #118629
    Thomas
    Keymaster
    Borges wrote:
    Genau so wird es hier überall gemacht. Aber nicht, weil die Berufsschule so schlecht ist, sondern weil kein Betrieb alles das vermitteln kann, was in den Ausbildungsrahmenplänen steht.

    Was müssen die „Krauter“ dafür bezahlen? Darfst Du da ne Größenordnung sagen?

    Bei Fragen fragen!

    #118628
    Thomas
    Keymaster

    P.S.: So langsam bewegen wir uns in die thematische Richtung, die Grundlage dafür war, dass ich fi-ausbilden gegründet habe:

    Auch kleinen Unternehmen die Chance geben, ordentlich auszubilden!

    Bei Fragen fragen!

    #118640
    Borges
    Teilnehmer
    Quote:
    Was müssen die „Krauter“ dafür bezahlen? Darfst Du da ne Größenordnung sagen?

    Aufgrund unserer Größe ist das bei uns anders geregelt. Wir greifen zur Zeit noch auf eine Konzerntochter zurück. Bald werden wir das in Eigenregie durchführen. Zur Zeit plane ich noch nicht, dass nach aussen zu öffnen. Ich muss selbst erst einmal Erfahrungen sammeln.

    Die Preise auf dem freien Markt hängen davon ab, was Du möchtest:

    Nur Seminare? Da gibt es hier einen großen Ausbildungsbetrieb, der bietet überzählige Plätze für 330 Euro je Woche und Azubi an. Die gesamten angebotenen Module umfassen ca. 15 Wochen. Kosten also in 3 Jahren also ca. 5000 Euro. IMHO ist das eine humane Preisgestaltung. Man merkt, dass diese s Angebot ein „Abfallprodukt“ der eigenen Ausbildung ist.

    Oder meinst Du eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung? Da übernehmen Bildungsdienstleister das ganze Betreuungsgeschäft, die überbetriebliche Ausbildung, die Prüfungsvorbereitung etc. Da zahlt man in der Regel eine monatliche Pauschale. Ich meine mal gehört zu haben, dass 400 Euro/Monat keine Seltenheit sind.

    „Kostenlos“ sind Kooperationen, von denen ich gehört habe. Z.B. Bundeswehr und …ähem, ich komme nicht darauf, irgendein Großunternehmen. Die tauschen Azubis untereinander aus.

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