Bewerbertests?


Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 33)
  • Autor
    Beiträge
  • #108449
    Thomas
    Keymaster

    Hi,

    wer von Euch setzt Berwerbungstests ein? Wo habt Ihr diese her? Ich würde mir diese gerne mal anschauen wollen und Eure Erfahrungen damit wissen

    Bei Fragen fragen!

    #114771
    Alex
    Teilnehmer

    Hallo,

    zunaechsteinmal: ich bin kein Ausbilder – habe mich genaugenommen erst fuer die Ausbildung als FI beworben und warte nun Hoffnungsvoll auf die ersten Antworten.

    Nach zwei Vorstellungsgespraechen habe ich folgende Erfahrungen bezueglich Bewerbungstests gesammelt:

    Firma A hat mir bevor sie mich einluden einen Fragenkatalog per E-Mail geschickt. Dieser war stark technisch bezogen (Fragen gingen sehr ins Detail) und schon relativ anspruchsvoll war (soweit ich das beurteilen kann). Habe den Test am selben Tag nach etwa zwei Stunden Arbeit zurueckgeschickt.

    Beim Vorstellungsgespraech selber kamen dann wieder ein paar sehr technische Fragen. Diese Firma sucht wohl jemanden der sich bereits ein wenig in genau dem Bereich auskennt.

    Firma B hat mich eingeladen und nach dem eigentlichen Gespraech einen zweiteiligen Test durchgefuehrt. Der erste Teil war in 2 Stunden zu loesen und mit allen moeglichen Fragen gespickt, angefangen mit ein paar Geometrieaufgaben, Prozentrechnung. Englischaufgaben waren auch dabei, sowie ein paar Fragen zu IT allgemein und ein paar „Denksportaufgaben“ wie man sie auch in Raetselhefeten findet (Magisches Quadrat). Der zweite Teil war in 10 Minuten zu loesen und war ein reiner Logiktest mit Zahlenfolgen und Folgen von Grafiken.

    Bis auf ein paar wenige Aufgaben fand ich den Tests nicht soo Anspruchsvoll aber man weiss ja nicht wo man ggf. mal daneben gegriffen hat.

    Waehrend ich als Abiturient den Test von Firma B recht einfach fand, haette ich den von Firma A ohne Vorkenntnisse sicher nicht bewaetligen koennen.

    Also es gibt einige Unterschiede: Test per E-Mail schriftlicher Test nach, vor dem Vorstellungsgespraech.
    Allgemeinwissen (Englisch, Mathe, IT), „Intelligenztest“ stark fachbezogener Test.

    #114760
    Thomas
    Keymaster

    Hi!

    Super, Danke für die Info!

    Weitere Erfahrungen?

    Bei Fragen fragen!

    #114765
    Angela
    Moderator

    Da wir regelmäßig sehr viele Bewerbungen haben, wird die erste „Welle“ aufgrund der Bewerbung ausgefiltert, sprich an Hand von Bewerbung und Noten.

    Die Bewerber, die anschließend zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, müssen vor dem Gespräch einen Einstellungstest machen. Das Testergebnis dient aber nur als Auswahlkriterium bei „Wackelkandidaten“, der meiste Wert wird auf den persönlichen Eindruck beim Vorstellungsgespräch gelegt.

    Die Tests habe ich selbst zusammengestellt, dazu habe ich mir Anregungen aus Standardtests (erhätlich beim uform-Verlag, wo’s auch die IHK-Prüfungen gibt) und aus dem Internet geholt.

    #114759
    Thomas
    Keymaster

    Hi,

    das mit den Test vom U-Form-Verlag kannte ich noch gar nicht… Danke. Ich denke, ich werde die mir auch mal besorgen.

    Bei Fragen fragen!

    #114778
    Borges
    Teilnehmer

    Ich finde es sehr fragwürdig, wenn im Einstellungstest sehr tiefgehende technische Fragen gestellt werden und die Beantwortung offensichtlich das Auswahlkriterium ist (siehe A). Das riecht für mich nach einer Suche nach billigen Arbeitskräften, nicht nach einer Ausbildung.
    Bei uns wird grundsätzlich jeder, der die formalen Kriterien (z.B. Alter, Schulabschluss) erfüllt, zum schriftlichen Teil des Auswahlverfahrens zugelassen.
    In diesem Test prüfen wir stark allgemeine Schlüsselqualifikationen: Erfassen von logischen Zusammenhängen, Textverständnis, Rechtschreibung, Wiedergabe von Informationen etc. IT-Vorkenntnisse natürlich auch, aber nicht mit erster Priorität.
    Die Testbesten laden wir dann zu einem mündlichen Verfahren ein. Im Mittelpunkt steht ein Vortrag über ein IT-nahes (schul-/Zeitschriftenwissen sollte ausreichen) Thema und anschließende führerlose Gruppendiskussion zwischen 4 bis 6 Auszubildenden.

    Ich bin durch die Erfahrung der Praxis von diesem Verfahren überzeugt. Wir gewinnen dadurch Auszubildende, die in der Regel keine Probleme mit den Anforderungen von Berufsschule und Ausbildungsrahmenplan haben. Es hat sich herausgestellt, dass Azubis mit enormen Vorkenntnissen in bestimmten Bereichen teilweise schlechtere Noten/Prüfungsleistungen im Ganzen zeigen (natürlich nicht in IHREM Spezialgebiet). Oder diese speziellen Kenntnisse eines Gebietes die Auszubildenden dazu verleiten, alle Nutzer für Idioten zu halten. So sehen dann z.B. auch die Schulungsproben aus: Ziel nicht erreicht, die Schulungsteilnehmer haben den Azubi nicht verstanden.

    #114758
    Thomas
    Keymaster

    Hab ich per PN bekommen und fand es gut, daher hier „offiziell“…

    Jaster wrote:
    ich habe bei diversen einstellungstests und verfahren mitgemacht. ich habe mich auch bei stellen beworben die mich nicht intressierten, nur um erfahrungen in einstellungstests/gesrpächen zu sammeln – zugegeben, das war der firma gegnüber nicht sehr nett, aber die firmen selber sind auch selten zimperlich 😉
    die einstellungstest geben nach meiner erfahrung wenig über das wissen eines azubis preis. die u-form test sind die gängigen, das dumme an dennen ist nur: kennt man einen, kennt man alle. die aufgaben sind in unterschiedlichen tests fast wortgleich, lediglich reiehnfolge und werte wurden leicht abgändert. hat ein azubi einen dieser test geschrieben und bereitet sich ein wenig auf den nächsten vor, sollte eigentlich keine note unter 2 rauskommen können.
    die tests haben 2 teile, der erste ist auf 110 minuten angesezt bei dem die aufgaben relativ gemischt sind. in 60-80 minuten ist dieser part gut zu bewältigen. der zweite teil ist ein 10minutiger part der aus 20 zahlenketten die man vervollständigen muß besteht. dieser part ist bei vielen ausbildern recht umstritten, da dort die aussagekraft fast gleich 0 ist.
    ohne vorkentnisse hängt bei den u-from tests vieles von der „tagesform“ ab, wenn man sich gut konzentrieren kann sind sie kein problem.
    aussagekraft über das vorwissen des azubis ist bei den dingern gleich 0.
    anspruch ist (nach meiner ansicht) ca 9. klasse gymnasium/realschule.

    die anderen test die ich mitgemacht habe waren immer firmenspezifisch wo viele technische fragen und fragen zu bestimmten gebieten gestellt wurden. diese test spiegeln meiner meinung nach besser die fähgkeiten und das wissen des azubis wieder, sind aber sehr viel schwerer zu erstellen 😀

    Bei Fragen fragen!

    #114764
    Angela
    Moderator

    Nochmal zu den Einstellungstests:

    Wir wollen damit nicht die Vorkenntnisse der künftigen Auszubildenden ermitteln, sondern die Konzentrationsfähigkeit, logisches und abstraktes Denken, sprachliches Vermögen u.ä.
    Dies alles sind, meiner Meinung nach, Dinge, die ein Auszubildender als Voraussetzungen für den Beruf Fachinformatiker / Anwendungsentwicklung braucht.

    Vorkenntnisse im IT-Bereich werden weder verlangt noch erwartet und spielen bei der Entscheidung für einen Auszubildenden eine eher untergeordnete Rolle.
    Der Grund: häufig ist es durchaus positiv, wenn ein Azubi schon Kenntnisse mitbringt, erfahrungsgemäß sind diese Vorkenntnisse aber in vielen Fällen auch „im Weg“ bei der Integration in die Firma.
    Hier (wie wohl in allen Firmen) wird nach festgelegten Richtlinien Software entwickelt, angefangen von Code-Conventions bis zu definierten Projektabläufen.
    Wenn man diese Dinge von Anfang an „unbelastet“ verinnerlicht, werden sie sebstverständlich. Wenn man aber erst mühsam bereits erlernte Vorgehensweisen über Bord werfen und dafür andere beachten muss, ist das bedeutend schwerer und man ist immer versucht, in die alten Strukturen zurückzufallen.

    #114772
    FastJack
    Teilnehmer

    Naja….hier besteht ja nicht so viel Eskalationsgefahr wie beim BSthread…von daher geb ich hier auch mal meinen Senf dabei….

    Ich bin während meiner Bewerbungsphase letzes Jahr auch zu verschiedenen Tests geladen worden…..meist waren es mittelständige bis grössere Firmen ie das gemacht haben….bei kleinen unternehmen konnte man davon ausgehen, dass man direkt zu einem Gespräch eingeladen wurde und manche „Testfragen“ halt verbal gestellt wurden….oder auch die Anfrage auf ein wöchiges Praktikum war auch sehr beliebt….

    Bei Firmen die Einstellungstests gemacht haben waren in einer Sache häufig gleich nämlich die Abfrage von Basisqualifikationen wie z.B. logisches Denken und viele Dinge Angela auch aufgezählt hat…..doch fast jeder Test hatte was für die Firma typisches wo die firma in der ich bin auch keine Ausnahme bin ….wir erwarten zwar nicht das unsere Bewerber im Vorraus direkt alles wissen was IT angeht. Nur wird hier, aufgrund unseres Tätigkeitsgebietes viel Wert auf Mathe gelegt, und das spiegelt sich auch bei uns im test wieder. Obwohl ich auch immer wieder feststellen musste das in vielen Tests vielen Firmen auch sehr fachspezifische Dinge abgefragt wurden….auch manche von denen die Bewerber fast alle noch nie was gehört haben….so ist dann bei manchen Auswahlverfahren die Wahl auf Leute gefallen die emense Vorkenntnisse hatten….meist Leute die ein Informatikstudium abgebrochen haben…..

    Ich bin auch der Meinung wie Angela….das Vorkenntnisse im IT-Bereich von Nutzen sind weil sie auch manchmal imho das Interesse auf dem Gebiet des Bewerbers wiederspiegeln können. Mein Ausbilder macht das bei Gesprächen manchmal so, dass er halt fragt worin sich der Bewerber denn auskennt oder privat mit beschäftigt. Wenn dann z.B. Webseiten erstellen oder Netzwerke kommen würde, würde er den Bewerber bitten ihn was darüber zu erzählen. Mein Ausbilder erwartet dann allerdings keinen tiefgründigen und detaillierten Vortrag über die Materie ihm gehts nur darum aus dem folgenden Dialog rauslesen zu können ob der Bewerbe interesse an der Materie hat und auch dahinter steht….

    Von daher bin ich auch der Meinung das man eher die Basisqualifkationen testen sollte und auch wie gross das Interesse des Bewerbers ist…..weil diese beiden Dinge meiner Meinung nach wirklich ein elementares Kriterium darstellt. Obwohl ich auch der Meinung bin das die einen oder anderen Vorkenntnisse nur von Vorteil sein können. nach dem Motto „man sollte wenigstens schonmal was davon gehört haben“ 😀

    so dez woaz!

    #114757
    Thomas
    Keymaster

    Sandsäcke h3h3…

    FastJack wrote:
    Mein Ausbilder erwartet dann allerdings keinen tiefgründigen und detaillierten Vortrag über die Materie ihm gehts nur darum aus dem folgenden Dialog rauslesen zu können ob der Bewerbe interesse an der Materie hat und auch dahinter steht….

    Das sehe ich auch so. Ich hatte hier Bewerber, da konnte man nach fünf Minuten Gespräch schon sehen, daß die sich überhaupt nicht informiert haben was ein FISI macht wenn er fertig wird… Da mach das Gespräch das gar keinen Spass und ein Einstellungstest würde gar keinen Sinn machen, selbst wenn der gut bestanden würde…

    Bei Fragen fragen!

    #114777
    Borges
    Teilnehmer

    Ich räume erst einmal die Sandsäcke aus dem Weg… 🙂

    Hier sind wir uns wohl weitgehend einig. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass hier alle ausbilden wollen (und keine billige Arbeitskraft suchen).

    Manchmal würde ich auch gerne mit einigen Bewerbern sprechen, die die Mindestanforderungen im schriftlichen Teil unseres Auswahlverfahrens nicht geschafft haben. Es kommt sicher vor, dass jemand nur einen schlechten Tag gehabt hat, aber wirkliches Interesse an einer Ausbildung in diesen Berufen mitbringt. Die Anzahl der Bewerbungen ist allerdings so hoch, dass es mir leider nicht möglich ist.

    #114773
    FastJack
    Teilnehmer

    Joah….das is bei diesen Tests nicht anders als bei Klausuren…..ein Freund von mir hatte das auch bei den Bewerbungen …er ist kein Freund von schriftlichen Leistunsabfragen …. is bei sowas immer supernervös und ab und an kommt auch mal ein totaler Blackout….

    deshalb hat er die Einstellungstests in diversen Firmen auch eher mittelprächtig abgeschnitten obwohl er alles andere als dumm ist im gegenteil nur ist das halt nicht sein fall…..wenn man mit ihm redet merkt man das er unheimlich was aufm Kasten hat……heute arbeitet er in ner kleineren Firma die ihm halt direkt zu nem Gespräch eingeladen haben und gefragt haben ob er ne Woche ein Praktikum machen könnte ….gesagt und getan und sie waren recht begeistert von ihm und haben ihn auch genommen….

    Bei kleineren Firmen ist es halt meistens so dass sie nicth unbedingt die zeitlichen Resourcen haben um aufwendige Einstellungsverfahren zu machen aber meist die flexibilität um halt andere dinge wie z.B. ein Praktikum auf die Beine zu stellen….

    Da hab ich auch noch ne Frage wie lange sind bei euch (Ihnen …sucht aus:D) die Einstellungstest …… da hab ich auch verschiedenste dinge gesehen ….manche da hab ich mich gefragt ob ich allen ernstes für die paar blätter soweit gefahren bin ….und bei anderen …da hab ich gedacht ich mach ein Examen

    also einer der dauerte nicht länger als ne Stunde und manche da sass man dann den ganzen Tag dort hat fast nur geschrieben und zwischendurch pause gehabt (das fand ich recht übertrieben)…

    das würd mich wirklich mal interssieren 😯

    #114776
    Borges
    Teilnehmer
    Quote:
    …wie lange sind bei euch (Ihnen …sucht aus:D)

    schon o.k. 😉

    Der schriftliche Teil unseres Auswahlverfahrens dauert ca. 3 Stunden (mit 15 Minuten Pause). Alle Bewerber erhalten vorher ein Infoschreiben, in dem Hinweise auf die Art des Tests und Vorbereitungsmöglichkeiten gegeben werden.

    #114763
    Angela
    Moderator

    Der Test dauert 60-90 min. Länger wäre auch gar nicht möglich, da wir die Bewerber gleich im Anschluss zu den persönlichen Gesprächen holen.

    Wie gesagt, wird der Test hier nicht als entscheidendes Auswahlkriterium verwendet, die eigentliche Entscheidung fällt im Gespräch. Nur bei Kandidaten, bei denen wir uns nach dem Gespräch nicht klar dafür oder dagegen entscheiden können wir der Test als zusätzliche Entscheidungshilfe herangezogen.

    Und da wär’s ja unsinnig, die Bewerber mit tagelangen Tests zu quälen! 😉

    P.S.: Du ist schon in Ordnung! 🙂

    #114756
    Thomas
    Keymaster

    Hi!

    Ich kann nur sagen, daß wir auch gute Erfahrungen mit nem Praktikum von ca. einer Woche für potentielle Azubis gemacht haben. Man kann doch recht gut sehen, wie der „Kandidat“ so menschlich drauf ist und man sieht auch, ob er einen Draht zu dem Thema hat… Die Themen sind dabei nicht all zu schwer, z.B. W2K Server und XP Clients, Dann Benutzer auf den XP Clients anlegen, später Benutzer im AD, wenn noch Zeit ein bißchen Drucker…

    Bei Fragen fragen!

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 33)
  • Das Forum „Bewerbungen und Einstellungen“ ist für neue Themen und Antworten geschlossen.
Momentan aktive Benutzer: 0
No users are currently active
Aktive Benutzer in den letzten 24 Stunden: 4
chaukym202835, israelglasfurd, denise97t1624, lizzieh3022
Keymaster | Moderator | Participant | Spectator | Blocked
Additional Forum Statistics
Threads: 1.488, Posts: 22.646, Members: 9.011
Welcome to our newest member, denise97t1624
Most users ever online was 5 on 16. September 2020 22:11