Ausbilder weigert sich


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  • #109148
    SaJu
    Teilnehmer

    Ich bin Auszubildende zur Fachinformatikerin – Systemintegration im 2. Lehrjahr. Am Anfang der Ausbildung war alles schön. Vorher war ein 4monatiges Praktikum und ich durfe fast jede Woche etwas neues lernen, genauso während meiner Probezeit.
    Im Februar hat sich dann die Vertrieblerin als angeblich stellvertretende Ausbilderin sich eingemischt und ich bekam ein Lernverbot und Sprech-Verbot mit den Kollegen. Angeblich soll der Stoff aus der Berufsschule ausreichen, was meiner Meinung nach nicht stimmt. Außerdem hieß das von der Ausbilder-Seite am Anfang der Ausbildung auch so. Ich durfte nichts neues mehr lernen und installierte mehrere Monate täglich die gleichen Linux-Server. Es ging immer weiter bergab, bis die Vertrieblerin komplett die Grenzen überschritt und behauptete, dass ich die Ausbildung nur wegen der „Kohle“ machen würde. Es gab ein Gespräch vor der Geschäftsführung und es hieß, dass ich neues lernen würde. Von meinen Mitschülern wusste ich, dass sie auch schon Windows Server hatten und das wollte ich auch können.
    Der Ausbilder und die Geschäftsführung waren davon nicht begeistert, weil das angeblich nicht zum Betrieb passt, aber ich wollte etwas neues lernen und mein Ausbilder wollte mir nichts neues zeigen. Also bekam ich im Juni eine Einführung in die Gruppenrichtlinien + DNS + DHCP unter Windows Server 2003 R2. Seitdem ist wieder nichts passiert.
    Damit mir nicht vorgeworfen werden kann, dass ich nichts kann, habe ich den ganzen Stoff vom ersten Jahr (Schule + Betrieb) auswendig gelernt. Es gab regelmäßig Abfragen. Über mehrere Wochen hinweg gab es immer bei richtigen Antworten „Gut geraten!“. Bei 2 virtuellen Netzwerk-Projekten in den letzten 4Monaten zum testen meiner Kenntnisse habe ich mit 1 abgeschnitten. Zwischendrin habe ich ständig eine Woche keine Aufgaben. Dort versuche ich mir theoretisches Wissen über http://www.netzmafia.de und http://www.itwissen.info selbst anzueignen. Die Praxis fällt ganz weg.

    Letzte Woche habe ich ein Gespräch mit meinem Ausbilder geführt, warum ich nichts mehr lernen darf. Die Projekte habe ich doch mit der Note „sehr gut“ durchgeführt und in der Theorie hätte ich auch keine Lücken. Daraufhin hat er gesagt, dass damit Schluss sei. Er will mir nichts mehr beibringen. Er will einen ehemaligen Praktikanten als Azubi und ich sei im Vergleich zu ihm ungeeignet.
    Das Problem ist, dass es bei uns nur Platz für einen Admin + Azubi gibt. Der junge Mann macht dieses Jahr seine Hauptschul-„Mittlere Reife“ und somit stehe ich dann im Weg. Was kann ich machen, dass ich wieder lernen darf?
    Mein Ausbilder will mir nichts mehr beibringen. Wegen diesem Gespräch, wo ich meine Meinung gesagt habe, und dem darauffolgenden Tag, wo mein Chef für eine halbe Woche auf eine Messe wollte und ich wieder keine Aufgaben hatte, habe ich eine Abmahnung bekommen. An diesem Tag habe ich nämlich zur Geschäftsführung gesagt, dass ich keine Aufgaben habe und deshalb gerne zum lernen auch auf die Messe gehen würde.
    Wie kann ich mir selbst einen betrieblichen Ausbildungsplan machen? Ich will am Ende nicht ohne Praxis-Erfahrung da stehen. Ich will wieder lernen dürfen!
    Der einzige Mann in der Firma, der Ahnung von der FiSi-Ausbildung hat, ist mein Chef und er weigert sich mir etwas beizubringen. Ich kann doch nicht die ganze Zeit nur Theorie von Unis und FHs pauken.
    Gegen Ende des 1.Jahres sollte ich im Auftrag eines Technikers eine 50-seitige Hausarbeit + Präsentation über den Unterschied von Linux und Windows + Dateisysteme innerhalb von 2Wochen abliefern. Mein Ausbilder, wie auch der Techniker kamen mit der Korrektur nicht zurecht, so dass ich es an einen Prof für Technische Informatik der Uni Lübeck weitergeleitet hatte. Der fand sie in Ordnung und hat gesagt, dass Studenten 3Vorlesungen darüber hätten und dass es sich vom Umfang her einer Bachelor-Arbeit ähneln würde.
    Ist so etwas in Ordnung? Was kann ich machen? Ich will am Ende nicht ohne Abschluss da stehen.

    #127107
    Thomas
    Keymaster

    Hi!

    Das hört sich sehr komisch an! Klingt für mich nach „rausekeln“.

    Entweder, Du bringst Dir wirklich selber was bei – was sicherlich eine Herausforderung ist, oder Du suchst die Hilfe des Ausbildungsberaters Deine IHK. Dann ist der Streit im Betrieb aber vorprogrammiert.

    Wie sieht denn Dein Berichtsheft aus? Führst Du eins? Sind die Berichte vom Ausbilder unterschrieben? Wir haben hier (IHK Hannover) ein wöchentliches Berichtsheft, das ich als Ausbilder einmal in der Woche kontrolliere und unterschreibe.

    Damit kannst Du nachweisen, was Du in der Woche gemacht hast… Vielleicht kannst Du hier ein wenig „Innendruck“ erzeugen…

    Bei Fragen fragen!

    #127112
    SaJu
    Teilnehmer

    Hallo Thomas,

    ja, ich führe ein Berichtsheft. Es wird allerdings von der Geschäftsführung und nicht vom Ausbilder unterschrieben. Ich versuche auch schon druck zu machen.
    Im letzten Mitarbeitergespräch habe ich auch gesagt, dass ich mir zusätzlich noch gerne Zusatzqualifikationen aneignen und zum Nachweis meiner Kenntnisse auch Zertifikate ablegen will. Dafür habe ich den LPIC1 vorgeschlagen. Alle waren dagegen, weil es hier noch nie Azubis gab, die so etwas machen wollten. Finanzieren tut so etwas die Firma auch nicht.
    Deshalb habe ich mir ein Vorbereitungs-Buch für den LPIC1 gekauft, welches ich in den Wochen, wo ich keine Aufgaben habe, durcharbeite. Das wird auch in den Wochenberichten vermerkt. Eigentlich will ich erst gegen Ende des 2.Lehrjahres damit fertig sein. Allerdings werde ich es eher früher durch haben, wenn es hier so weiter geht.
    Bei den Berichtsheften wird der Mund gehalten und weil eher wenig Praxis dabei steht, werde ich als faul und Admin-ungeeignet hingestellt.

    Kannst Du mir sagen, was ich später alles können muss? Ich habe nur den Rahmen-Lehrplan der IHK und z.B. unter „Installieren und Konfigurieren“ kann man sehr viel verstehe. Es gibt viele Server und auch Software, welche man installieren und konfigurieren kann. Ich bin dazu bereit mir alles selbst beizubringen, wenn ich erfahre, welche Inhalte in der Ausbildung wichtig sind. Monate lang nur da sitzen und reine Theorie im Internet lernen, kann mich nicht weiter bringen. Stellenanzeigen sagen nur sehr oberflächlich, was man als Fachinformatiker/Systemadministrator können muss und mein Ausbilder weigert sich mir den Inhalt der Ausbildung zu sagen.
    Vorletzte Woche hieß es, dass es Schluß sei. Er will mir nicht mehr alles beibringen. es soll beim absoluten Minimum der betrieblichen Praxis, welche ich für den Abschluss brauche, bleiben. Damit bin ich aber unterfordert und wenn ich nicht weiß, was ich können muss, kann ich mir das Notwendige nicht beibringen. Einen betrieblichen Ausbildungsplan gibt es bei uns nicht!
    Ich bekam schon wegen den Windows Servern Ärger, weil ich als Grund zum lernen meine Mitschüler erwähnt hatte.

    #127108
    Angela
    Moderator

    Hallo SaJu,

    das klingt für mich ebenfalls sehr danach, dass Dich Dein Ausbildungsbetrieb gerne loshaben möchte.

    Wie Thomas bereits erwähnt hat, ist eine Möglichkeit, Dich an den Ausbildungsberater Deiner IHK zu wenden und ihn zu bitten, die Angelegenheit zunächst vertraulich zu behandeln. Evtl. ergibt sich ja die Möglichkeit, die Ausbildung in einem anderen Betrieb fortzusetzen.
    Leider kann ich Dir aber nicht allzu große Hoffnungen machen, dass das klappt, aber einen Versuch wäre es wert.
    Du musst Dir aber natürlich auch darüber im Klaren sein, dass es Ärger im Betrieb gibt, wenn das raus kommt.

    Die Abmahung, die Du erhalten hast, solltest Du übrigens dringend ablehnen. Ich hoffe, das ist noch nicht zu lange her, da sich sonst evtl. ein Fristenproblem ergeben kann.
    Eine Abmahung ist nur gerechtfertigt bei einem Verstoß gegen Deine arbeitsvertraglichen Pflichten oder aus einem „wichtigen Grund“ (z.B. Diebstahl oder Tätlichkeiten, hier ist aber eine Abmahnung eher unüblich, da dies zur fristlosen Kündigung berechtigt und hier „nur“ eine Abmahnung zu erteilen, kann für den Betrieb negative Folgen haben).

    Am besten verfasst Du eine schriftliche Erklärung, dass Du mit der Abmahnung nicht einverstanden bist und warum und verlangst, dass diese in der Personalakte ablegt wird.

    Warum ich so darauf herumreite: nach der 1. Abmahnung kann der Betrieb als nächsten Schritt kündigen und dann bleibt Dir nur noch der Weg vors Arbeitsgericht. Und dort ist der Nachweis, dass Du die Abmahung unberechtigt erhalten und sie abgelehnt hast, sehr wichtig.

    Bzgl. Deiner Fragen, was ein FISI nach der Ausbildung können muss, kann ich Dir leider wenig weiter helfen. Dazu kommt, dass natürlich jedes Unternehmen hier andere Anforderungen stellt, da ja z.T. doch sehr unterschiedliche Systeme im Einsatz sind.

    #127113
    SaJu
    Teilnehmer

    Ich habe die Abmahnung letzte Woche Donnerstag erhalten. Das Gespräch vor der Geschäftsführung fand letzte Woche Dienstag statt. Das sehr ernste Gespräch mit dem Ausbilder führte ich am Montag (letzte Woche).
    Vor der Gescäftsführung war der Hauptgrund, dass ich die Abmahnung erhalte, der Streit mit der Vertrieblerin (März/April: stand nichts in der Abmahnung), dass ich in dem Gespräch mit dem Ausbilder gezeigt habe, dass ich unzufrieden bin, und dass ich angeblich davon gewusst habe, dass mein Chef nachmittags nach der Messe wieder kommen würde (nichts davon erfahren). Außerdem soll ich angeblich genug Aufgaben haben.

    Am Dienstag sollte ich sagen, ob ich bleibe. Mein Chef ist jetzt die ganze Woche, außer gestern, nicht da gewesen. Ein Techniker soll mir Java beibringen.
    Die Geschäftsführung hat sich über meine Entscheidung (für mich vorübergehend) zu bleiben gefreut und der eine hat gesagt, dass er es nicht anders gedacht hat. Der Ausbilder hat gestern nur die Frage gestellt, was ich vor der Geschäftsführung gesagt habe und er war nicht erfreut (eher sauer). Die Sozialpädagogin an unserer BS meinte, dass ich bleiben soll und wenn ich in Gefahr bin, soll ich mich krank melden. Übernächste Woche habe ich wieder Berufsschule. Ich schau, was meine Lehrer und Mitschüler dazu sagen.
    Auf jeden Fall finde ich es nicht normal, dass ein Azubi eine Abmahnung erhält, weil er etwas lernen will.
    Mein Chef und Ausbilder ist der Meinung, dass er mir fristlos kündigen kann, wenn er mich nicht mehr haben will. Vor mehreren Monaten habe ich ihn dann über die rechtliche Lage aufgeklärt und nun kam die Abmahnung.
    Wie lang habe ich die Möglichkeit die Abmahnung abzulehnen?

    #127111
    muecke
    Teilnehmer

    Also, so ganz werde ich aus deinem Bericht nicht schlau:

    – Eine Abmahnung sollte, so ist es, glaube ich, fest gelegt, immer zeitnah ausgesprochen werden – also eine Sache aus März/April kann da eigentlich nicht drin vorkommen. Das haben sie dir als Grund gesagt, aber nicht in die schriftl. Abmahnung geschrieben?
    Das ist ja nun sehr lange her, die Frage ist, wie sah der Streit aus, dass er Monate später zu einer Abmahnung führen kann? (also Beschimpfungen oder Beleidigungen etc.?)

    – Geschrieben haben sie aber was von deiner Äußerung zu deinem Ausbilder, dass du unzufrieden bist mit der Ausbildung?
    Auch hier die Frage, wie waren die Äußerungen? Ein sachliches Gespräch über Ausbildungsinhalte und Unzufriedenheit eines Beschäftigten kann nicht Inhalt einer Abmahnung sein.

    – Und was das nun mit der Rückkehr des Chefs von der Messe zu tun hat, habe ich nicht verstanden.

    Entweder verhält sich deine Geschäftsführung undurchsichtig und verplant oder du verstehst ihre Zeichen und ihr Handeln nicht richtig und läufst gerade in eine „Falle“, nämlich dass sie dich loswerden möchten, weil sie vielleicht billigere oder willigere Praktikanten/Azubis haben wollen.

    Ich habe den Eindruck, dass du schon in einer sehr verzwackten Situation bist, wo wir dir von hier aus ohne Kenntnis des genauen Sachverhaltes, außer deiner kurzen Schilderung, kaum weiterhelfen können. Du hast dir schon sehr richtig Rat bei deiner Berufsschullehrerin geholt, aber überlege den Tipp mit der IHK Ausbildungsberatung auch. Auch Betriebsrat/ Jugendvertretung, wenn es das gibt, können helfen, ebenso die zuständige Gewerkschaft.

    Ich finde es gut, dass du für deine Interessen eintrittst, weil du eine gute Ausbildung haben möchtest. Aber du musst dir natürlich auch überlegen, wie und ob überhaupt möchtest du dort weiter arbeiten und deine Ausbidlung zu Ende bringen.

    #127109
    Angela
    Moderator

    Richtig, eine Abmahnung muss zeitnah erfolgen. Das Verhalten, das abgemahnt wird, sollte max. 2 Wochen her sein.

    Ein Abmahung, die rechtlich nicht haltbar ist, ist das Papier nicht wert, auf dem sie steht. Sie muss detailliert enthalten, was abgemahnt wird und zwar am besten unter Angabe des genauen Zeitpunktes. Zudem muss sie einen Hinweis enthalten, dass bei einem erneuten Auftreten arbeitsrechtliche Konsequenzen gezogen werden.

    Normalerweise lässt man den Arbeitnehmer / Auszubildenden unterschreiben, dass er/sie die Abmahnung erhalten hat. Manchmal sogar, dass er/sie mit der Abmahung einverstanden ist. Wenn Du etwas entsprechendes unterschrieben hast, nicht so schlimm, Du kannst Dein Einverständnis zurück ziehen mit dem Argument, dass Du in der betreffenden Situatiuon unter besonderem Druck gestanden bist.

    Setze auf jeden Fall so bald wie möglich ein Schreiben an die Geschäftsleitung auf, in dem Du ausdrücklich darauf hinweist, dass Du mit der Abmahnung vom 21.10.2010 nicht einverstanden bist. Lass Dir den Erhalt des Schreibens von der Geschäftsleitung per Unterschrift bestätigen (am besten auf einer Kopie des Schreibens).

    #127114
    SaJu
    Teilnehmer

    Danke für eure Antworten.
    @mücke 81233 wrote:

    Also, so ganz werde ich aus deinem Bericht nicht schlau:

    – Eine Abmahnung sollte, so ist es, glaube ich, fest gelegt, immer zeitnah ausgesprochen werden – also eine Sache aus März/April kann da eigentlich nicht drin vorkommen. Das haben sie dir als Grund gesagt, aber nicht in die schriftl. Abmahnung geschrieben?
    Das ist ja nun sehr lange her, die Frage ist, wie sah der Streit aus, dass er Monate später zu einer Abmahnung führen kann? (also Beschimpfungen oder Beleidigungen etc.?)

    zur Situation im ersten Lehrjahr und der Vertrieblerin:
    http://forum.fachinformatiker.de/ausbildung-im-it-bereich/70866-zufrieden-qualitaet-eurer-ausbildung-18.html
    Meine Statements sind die Nummern 269 und 272. Das Erste, wo ich am Anfang der Ausbildungdem Betrieb eine Eins gegeben habe, wurde gelöscht.
    Diese Situationen wurden von der Vertrieblerin mehrmals neu hochgekocht. Außerdem hat sie mehrmals im Jahr solche Probleme mit mehreren Mitarbeitern (habe es über Vertrauensperson erfahren).
    Kurz vor meiner Abmahnung hat sie eine Kündigung erhalten (verlässt uns Ende November). Wahrscheinlich sollte ich mich nicht wie ein Sieger fühlen und deshalb wurde mir die Abmahnung aufs Auge gedrückt.

    @mücke 81233 wrote:

    – Geschrieben haben sie aber was von deiner Äußerung zu deinem Ausbilder, dass du unzufrieden bist mit der Ausbildung?
    Auch hier die Frage, wie waren die Äußerungen? Ein sachliches Gespräch über Ausbildungsinhalte und Unzufriedenheit eines Beschäftigten kann nicht Inhalt einer Abmahnung sein.

    Mein Chef hat mich am Tag, bevor er zur Messe gegangen ist, gefragt, ob ich mich ungerecht behandelt fühle. Daraufhin habe ich mich umgedreht, mich mit dem Rücken gegen die Wand fallen lassen und es bejaht. Außerdem habe ich es begründet. Vor der Geschäftsführung hat er behauptet, ich hätte gegen die Wand getreten. Ich habe es korrigiert und er war der Meinung, dass es auf das Gleiche rauskommt. Dann erschien „mit laut körperlicher Äußerung“ in der Abmahnung.
    @mücke 81233 wrote:

    – Und was das nun mit der Rückkehr des Chefs von der Messe zu tun hat, habe ich nicht verstanden.

    Ich wollte mich wehren und der Geschäftsführung zeigen, dass ich keine Aufgaben habe. Daraufhin habe ich meinen Gutschein vom ix-Abo genommen und bin dort hin. Die Geschäftsführung wusste nichts davon, dass mein Chef auf die Messe wollte. Nach der Erlaubnis von ihr am nächsten Tag dort hin gehen zu dürfen, habe ich das meinem Chef geschrieben mit „Dann kann ich endlich etwas lernen!“. Das hat ihm natürlich nicht gefallen und abends beim Gespräch hat er behauptet, dass ich lügen würde und er gesagt hätte, dass er abends wieder kommt. Aber niemand im Haus wusste davon.
    @mücke 81233 wrote:

    Entweder verhält sich deine Geschäftsführung undurchsichtig und verplant oder du verstehst ihre Zeichen und ihr Handeln nicht richtig und läufst gerade in eine „Falle“, nämlich dass sie dich loswerden möchten, weil sie vielleicht billigere oder willigere Praktikanten/Azubis haben wollen.

    Ich habe den Eindruck, dass du schon in einer sehr verzwackten Situation bist, wo wir dir von hier aus ohne Kenntnis des genauen Sachverhaltes, außer deiner kurzen Schilderung, kaum weiterhelfen können. Du hast dir schon sehr richtig Rat bei deiner Berufsschullehrerin geholt, aber überlege den Tipp mit der IHK Ausbildungsberatung auch. Auch Betriebsrat/ Jugendvertretung, wenn es das gibt, können helfen, ebenso die zuständige Gewerkschaft.

    Ich finde es gut, dass du für deine Interessen eintrittst, weil du eine gute Ausbildung haben möchtest. Aber du musst dir natürlich auch überlegen, wie und ob überhaupt möchtest du dort weiter arbeiten und deine Ausbidlung zu Ende bringen.

    Der Betriebsrat hat mir schon März/April geholfen. Mehr kann er nicht machen. Sonst muss er das Unternehmen auch verlassen.
    Das Merkwürdige ist, dass ich mich nach dem Gespräch, wie erlöst gefühlt habe. Fünf von 8Angst- und Wutspangen haben sich gelöst.
    Die Abmahnung habe ich gelesen und war über den Inhalt erstaunt, weil er eher für mich als gegen mich spricht. Die Geschäftsführung will mich behalten. Mein Chef war aber nicht erfreut zu hören, dass ich im Betrieb bleibe.
    Nach der Situation durfte ich eine Woche Java bei einem Techniker lernen. Danach bekam ich mein erstes Seminar seit einem halben Jahr. Darin ging es um die unterschiedlichen Arten und die Konfiguration von Switches.
    Ich hoffe, dass es besser wird.

    Fast alle im Bekanntenkreis sind dafür, dass ich nicht den Betrieb wechsel. Wenn ich mich an die IHK wende, kann es sein, dass es der Betrieb erfährt. Ich habe jetzt Schule. Mein ehemaliger Klassenlehrer will auch, dass ich mich an die IHK wende, weil das Mobbing sei. Mitschüler von mir hätten die Ausbildung abgebrochen.

    Mein Chef will einfach den Praktikanten als Azubi. Er hat 3x eine Woche Praktikum bei ihm absolviert und hat ihn beeindruckt. Dieses Jahr wird er mit der Mittelschule fertig und ich stehe im Weg! Der Azubi wird bei ihm immer mit Praktikanten verglichen und der, der sich am meisten einschleimt, ist der bessere zukünftige Admin. Zu mir hat er gesagt (nicht vor der Geschäftsführung), dass ich angeblich nicht mehr Admin-tauglich bin und er mir deshalb nichts mehr im Bereich Systemadministration beibringen will. Letzte Woche sollte ich nach einem Druckerproblem schauen. Als ich sah, dass sonst alles funktioniert (kopieren, scannen, faxen), bin ich hin und habe gefragt, was das Drucker-Management-Tool sagt, außer das die Druckaufträge ausstehen. Er wurde hibbelig und war verwundert, dass ich weiß, dass er so etwas hat. Anschließend gab er zu, dass er schon wisse, wo das Problem sei (falsche IP-Adresse).

    #127115
    SaJu
    Teilnehmer

    Hallo,

    ich bin es noch einmal.
    Im letzten Schulblock habe ich nochmals mit mehreren Lehrern darüber gesprochen und die haben gesagt, dass das zu weit geht. Das sei Mobbing und es ist höchste Zeit den Betrieb zu wechseln. Die sozialpädagogin meinte, ich solle dem Ausbilder eine letzte Chance geben.
    Das habe ich jetzt gemacht.
    Resultat: Wie in den vorherigen Monaten „0 Praxis“, wenn er nicht da ist „Java-Programmierung“
    Langsam reicht es mir. Ich habe inzwischen so oder so einen riesigen Vorsprung in Programmierung im Vergleich zu den anderen Systemintegrator-Azubis in meiner Klasse. Mein Chef kann auch keine Objektorientierte Programmierung.

    Jetzt war ich bei der IHK Nürnberg. Im Moment gibt es viele Fälle, aber der Berater will sich so bald wie möglich, wenn nicht sogar vor Weihnachten, darum kümmern. Ich sollte ihm nur noch eine stichpunktartige Zusammenfassung über den Verlauf der Ausbildung schreiben.

    Mal sehen, was mein Chef zu so einem Weihnachtsgeschenk sagt!:cool:

    Angst habe ich jetzt keine mehr. Die Lehrer haben mich motiviert und ich schreibe Bewerbungen. Der Berater der IHK ist sich auch sicher, dass ich auf jeden Fall vermittelt werde.:)

    #127110
    Angela
    Moderator

    Ich freue mich, dass Du optimistisch bist und Dich nicht unterkriegen lässt! 🙂

    Ein Wechsel des Ausbildungsbetriebes ist wohl in der mittlerweile doch sehr verfahrenen Situation das Beste für Dich. Ich drücke Dir die Daumen und wünsche Dir viel Glück, dass Du ganz schnell einen passenden Betrieb findest!

    #127116
    chenyimx4726
    Teilnehmer
    #127117
    chulesm3726
    Teilnehmer
    #127118
    miaogre2889
    Teilnehmer

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    #127119
    miaogre2889
    Teilnehmer

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    #127120
    shuboqg4756
    Teilnehmer
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